Feuerwehr Kirchhorst

06.06.+13.06.2018 – Technische Hilfeleistung (TH)

Bei diesen beiden Übungsdiensten stand wieder TH auf dem Plan. Viele Fälle davon sind Kfz-Unfälle. Und so haben wir unter Anleitung von Maurice am ersten Abend noch einmal alle bisher bekannten Rettungstechniken durchgesprochen (also wie ein Fahrzeug gesichert, stabilisiert und geöffnet wird) und dann eine Fahrzeugsicherung auch gleich praktisch durchgeführt.

Dazu wurde der Ablageplatz aufgebaut und dann unser Tanklöschfahrzeug auf die Böschung zur Übungswiese gestellt.

Der Tanker sollte so gesichert werden, dass er sich beim Lösen der Feststellbremse keinen Zentimeter bewegt. Nicht so einfach bei 9,5 Tonnen Gesamtmasse in Schräglage. Mit Radkeilen, Spanngurten und dem Mehrzweckzug war es dann aber doch schnell und fehlerfrei aufgebaut. Tatsächlich hat sich der Tanker dann nicht mehr bewegt. Ziel erreicht.

Am zweiten Dienstabend wurde dem schon lange bei uns geparkten, durchgerosteten Ford Ka auf’s Blech gerückt.

Zunächst kam – auch für unsere drei neuen Kameraden – die Gefahren und die notwendige Schutzbekleidung im Detail zur Sprache. Dann haben Wassertrupp und Schlauchtrupp den Ablageplatz aufgebaut und den Brandschutz sichergestellt. Es wurde zur Wiederholung zunächst das Fahrzeug gesichert und stabilisiert, damit es weder wankt noch wegrollt, wenn man dran arbeitet.

Als nächstes sollte der Angriffstrupp (Sven G. und Peter) eine neue Schnitttechnik (partielle Dachöffnung) ausprobieren, die Maurice vorher erläutert hatte. Dabei wurde eine Seitentür auf der Bänderseite geöffnet und das Dach sowie die Frontscheibe etwa zur Hälfte ausgesägt, um eine große Rettungsöffnung zu haben, wenn es mal sehr schnell gehen muss oder die Fahrzeugkabine stark verformt ist. Hat prima geklappt. Wie meistens bei technischer Hilfeleistung entscheidet die vorgefundene Situation darüber, wie man vorgeht – gut wenn man möglichst viele Schnitttechniken kennt.

Für unsere neuen Kameraden Eddie, Daniel und Jörn gab es dann die erste Gelegenheit, mit dem hydraulischen Rettungsgerät mal umzugehen. Sie durften unter erfahrener Anleitung anderer Kameraden dem Ford Ka den Rest geben und die anderen Türen und Säulen spreizen und zerschneiden und die Frontscheibe zersägen.

Nach dem Aufräumen und Zusammenpacken gab’s dann zur Stärkung noch Toast-Hawaii und wohlverdiente kühle Getränke.   [PS]

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