22.03.2021 – Kleine Pause vom Corona-Lockdown

Ganz klar: Freiwilliger Dienst in einer Feuerwehr ist mehr als eine „normale“ Freizeitbeschäftigung. Was Feuerwehrleute für die Gemeinschaft tun, können nur Feuerwehrleute! Trotzdem sind auch wir nun schon seit mehr als 4,5 Monate im zweiten Lockdown gefangen. Übungsdienste sind seit Anfang November nicht mehr möglich gewesen. Wir hoffen, dass wir bald wieder gemeinsam üben können. Denn dass sich dieser lange Trainingsstillstand -vergleichbar zu einer Sportmannschaft- negativ auf unsere Einsatzbereitschaft auswirken muss, sollte jedem klar sein. Glücklicherweise mussten wir in diesem Jahr erst nach zwei Hilferufen ausrücken. Am 17.01.21 ermöglichten wir dem Rettungsdienst durch eine Türöffnung den Zutritt zu einer hilfsbedürftigen Person. Am 27.02.21 rief uns die automatische Brandmeldeanlage eine Gewerbebetriebs in ein Kirchhorster Gewerbegebiet.

Einen kleinen Übungs-Lichtblick gab es am vergangenen Donnerstag für drei unserer Atemschutzgeräteträger, für die der jährliche Leistungsnachweis auf der Tagesordnung stand. Atemschutzgeräteträger müssen sowohl in regelmäßigen Abständen medizinisch auf körperliche Tauglichkeit untersucht werden, als auch jährlich ihre körperliche Fitness unter den erschwerten Bedingungen, die das Tragen des Atemschutzgeräts bedeutet, nachweisen. Normalerweise wird dieser Leistungsnachweis in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Burgdorf absolviert. Aber nicht im Lockdown. Die Räumlichkeiten sind für die Vor- und Nachbereitung zu beengt, als dass wir den notwendigen Abstand einhalten könnten. Daher hat die Gemeindeausbildung ein Konzept entwickelt, wie alle Isernhägener Atemschutzgeräteträger ihren Nachweis im zweckentfremdeten Altwarmbüchener Feuerwehrhaus erbringen können. Am Donnerstag waren nun die ersten Kirchhorster an der Reihe.

Alles war für uns vorbereitet. Die Fahrzeuge waren aus der Fahrzeughalle ausgeparkt und ein Parcour zur „Simulation“ typischer Tätigkeiten vorbereitet. Nacheinander mussten wir Lasten ins Obergeschoss ziehen, Schlauchtragekörbe schleppen, Treppen steigen, Fahrrad fahren und Eisenbolzen mit dem Hammer bewegen. Schweißtreibend und anstrengend! Zum Abschluss wurde noch das Visier der Atemschutzmaske abgeklebt. Nahezu blind haben wir in einem Irrgarten Ausrüstungsgegenstände gesucht und miteinander verbunden. Erst danach war die Aufgabe erfolgreich absolviert. Unser Fazit war absolut positiv: Alle Kirchhorster haben den Nachweis erfolgreich erbracht, das heißt, wir hatten zum Ende der Übung noch Luft in unseren Flaschen. Außerdem war die Durchführung ganz anders, als die jahrelang gleichen Übungen in der FTZ Burgdorf. Das hatte motiviert und für neue Herausforderungen gesorgt. Nun sind wir wieder für ein Jahr Atemschutz-tauglich! Wir bedanken uns herzlich bei den engagierten Gemeindeausbildern, die diesen Leistungsnachweis ermöglicht haben!
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