20.02.2022 – TLF Upgrade

In der Nacht von Freitag zu Samstag sowie den gesamten Samstag über waren wir in mehreren Hilfeleistungseinsätzen durch das Sturmtief “Zeynep” gefordert. Aber auch am Sonntag konnten wir die Feuerwehrstiefel nicht in der Ecke stehen lassen. Aber dies aus eher “internen” Gründen: Bekanntlich musste unser altes Tanklöschfahrzeug 16/24 TR Ende 2018 wegen Pumpen- und Motorschäden außer Dienst gestellt werden. Auch wenn die Vergabestelle der Gemeinde mittlerweile das von uns erstellte Leistungsverzeichnis für das Nachfolgefahrzeug in Ausschreibungsreife umgesetzt hat und bis Ende Februar veröffentlichen möchte, werden wir noch sicher bis zu zwei Jahre mit einem Übergangsprovisorium leben müssen.

Doch dieses Provisorium haben wir am gestrigen Sonntag “upgraden” können. Stand uns bislang das alte Altwarmbüchener TLF 16/25, Baujahr 1992, zur Verfügung, konnten wir nun das “jüngere” alte Tanklöschfahrzeug 16/25 (Baujahr 1998) von der Kameraden der Feuerwehr Isernhagen HB übernehmen. Diese haben vor einigen Wochen ihr neues TLF 3000 in Dienst gestellt. Bevor auch deren Altfahrzeug von der Gemeinde verkauft wird, wird es uns noch gute Dienste leisten. Am Sonntag morgen holten wir das TLF in Isernhagen HB ab. Tobias Plesse wies unsere Gerätewarte Peter und Florian in die Technik des Fahrzeugs sowie der Pumpe ein. Gefreut hat die beiden der erkennbar gute Zustand des Fahrzeugs. Hoffen wir, dass wir von Defekten verschont bleiben. Besonderen Wert legte Tobias bei der Einweisung auf die “pump and roll-” Funktion, die für uns neu ist. Das Tanklöschfahrzeug ist damit in der Lage, während der (langsamen) Fahrt Wasser aus dem Tank abzugeben. So können z.B. Flächen- oder Feldbrände effektiv aus der Bewegung heraus bekämpft werden. Für uns eine neue Möglichkeit, weder unser TLF 16/24 noch das alte 16/25 boten bereits diese Fähigkeit.

Zuhause in Kirchhorst ging dann die Arbeit los. Das alte TLF bis auf das letzte Ausrüstungsstück leerzuräumen, war noch einfach. Die darauf folgende Herausforderung bestand darin, unser Material in die bestehenden Halterungen des Fahrzeugs einzufügen. Bei Schläuchen, Kübelspritze und Feuerlöscher funktionierte das noch ganz gut. Aber bereits bei den Schlauchtragekörben mussten wir anfangen zu puzzeln. Die HBer sind mit 3 Körben ausgerückt, während wir bislang vier auf unserem Fahrzeug hatten. Aber unsere Gerätewarte sowie die weiteren beteiligten Bastler waren guter Dinge, jeden Ausrüstungsgegenstand sinnvoll und vor allem sicher verstauen zu können. Denn Platz bietet auch das neue Fahrzeug genug.

Sobald die Ausstattung komplett ist, wird es darum gehen, die Maschinisten und die weiteren Einsatzkräfte in das Fahrzeug einzuweisen. Denn nur wenn alle wissen, wie das Fahrzeug eingesetzt und genutzt werden kann, hilft es uns im Einsatz weiter. Unser Dank geht auf jeden Fall an die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Isernhagen HB, die uns ein gepflegtes und gut erhaltenes Einsatzfahrzeug übergeben haben.