19.05.2021 – Zweiter Neustart innerhalb von 12 Monaten

Alle Einsatzkräfte waren da, und alle haben sich wahnsinnig gefreut: Nach der offiziellen Freigabe durch den Gemeindebrandmeister Anfang Mai ist die Freiwillige Feuerwehr Kirchhorst nach erneutem sieben-monatigen Lockdown am 12.05. mit der Gruppe 1 und am 19.05. mit der Gruppe 2 wieder in die Übungsdienste gestartet. Sieben lange Monate liegen hinter uns, in denen wir zwar jederzeit einsatzbereit waren, in denen wir aber nicht üben konnten. Lediglich Gerätedienste zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft waren dem Gerätewart und seinem Helfern gestattet.

Daher war die Freude wirklich groß, als wir uns nun zu den ersten Diensten trafen: Nach dem positiven Absolvieren der Selbsttests (alle waren negativ) und dem Anlegen der obligatorischen FFP2-Masken begrüßten Ortsbrandmeister und Gruppenführer alle Kameradinnen und Kameraden. Nach so einer langen Zwangspause ging es uns erst einmal darum, wieder anzukommen und Gelegenheit zum Austausch und Gespräch zu bieten. Außerdem sammelten die Gruppenführer Wünsche und Ideen für die nächsten Übungsdienste. Was für Themen und Ausbildungsinhalte sind den Kameraden wichtig und sollen auf den Dienstplan gesetzt werden? Bedienung der Funktechnik und technischen Gerätschaften, Leitereinsatz, Fahrzeug- und Gerätekunde, Aufgaben der einzelnen Trupps bei unterschiedlichen Alarmstichworten, es gab sehr viele Anregungen der Anwesenden. Und aus allen sprach der ernsthafte Wunsch, sich endlich wieder praktisch mit der Feuerwehr und unseren Aufgaben beschäftigen zu wollen.

Gesagt getan, an beiden Übungsabenden begannen die Gruppenführer Maurice und Sven mit der Handhabung unserer neuen Handsprechfunkgeräte sowie mit Fahrzeugkunde. Während die Kameraden mit unserem „Arbeitstier“, dem LF8, ziemlich sattelfest sind, sah das mit dem Material und den Gerätschaften, die das TLF 16/25 mitführt, doch schon anders aus. Ein deutliches Zeichen, dass wir keinen Tag zu früh wieder beginnen. Aber gemeinsam als Gruppe konnten wir die Herausforderungen, die die Gruppenführer für uns bereithielten, bewältigen. Ein schönes Gefühl nach sieben Monaten.

In den nächsten Wochen werden wir die Einsatzabteilung weiterhin zweiteilen, so dass jede Einsatzkraft zumindest 14-tägig Übungsdienst leisten kann. Tests und Masken werden zu jedem Dienst dazugehören. Natürlich drücken wir uns und auch allen anderen fest die Daumen, dass bald weitere Erleichterungen möglich sein werden. Einen weiteren Beitrag zur Erreichung dieses Ziels hatten wir schon am vergangenen Sonnabend geleistet: Alle freiwilligen Feuerwehrleute der Region Hannover erhielten im Impfzentrum ihre erste Impfung gegen Covid 19. Es ist gut, wenn jetzt so schnell wie möglich alle Impfwilligen die Möglichkeit zur Immunisierung erhalten. Die Priorisierung ist aber auch ein Ausdruck der Bedeutung unserer ehrenamtlichen Tätigkeit, dass wir aktiven Feuerwehrleute, unabhängig vom Alter, bald vollständig geimpft sind.