19.02.2020 – Wenn sich der Hubschrauber als Trecker entpuppt

Der Theorie-Teil zum heutigen Thema „Hubschrauberlandeplatz“ dauerte ungefähr 45 Minuten. Gruppenführer Maurice hatte schon so einiges zu den Themen „geeignete Landeplätze“, „Aufgaben der Feuerwehr bei der Einrichtung eines Landeplatzes“, „Möglichkeiten zur Ausleuchtung“ und „Sicherheitsabstände“ erzählt.

Dann aber plötzlich eine Divera-Alarmierung: Verkehrsunfall auf der Straße Grashöfe, gemeldet wurden zwei verletzte / eingeklemmte Personen. Was für ein glücklicher Zufall, dass wir Übungsdienst hatten und daher in guter Stärke schnell ausrücken konnten! Gemeinsam mit den am Übungsdienst teilnehmenden Steller Kameraden erfolgte ein schneller Abmarsch vom Gerätehaus zur Kreuzung Grashöfe / Privatweg Gosch. Hier wurde den Einsatzkräften dann klar, dass Mo und Florian ein Szenario vorbereitet hatten, so dass es sich glücklicherweise nur um eine Übung handelte.

Ein Traktorgespann hatte einem PKW an der Kreuzung die Vorfahrt genommen. Der PKW konnte nicht mehr bremsen und rutschte bis zur Windschutzscheibe unter den Anhänger. Beide Insassen wurden verletzt, der Beifahrer musste aufgrund der Beurteilung des „imaginären Rettungsdienstes“ sofort ärztlich versorgt werden. Also eine schnelle Rettung! Während der Angriffstrupp den PKW stabilisierte und gegen Wegrollen sicherte, bauten die anderen den Ablageplatz auf. Notfallsanitäter Freddy betreute als innerer Retter den Beifahrer, Linni die ansprechbare Fahrerin. Die Besatzung des wasserführenden Steller LF stellte den Brandschutz sicher und nahm die Verkehrssicherung vor.

So konnte nach kurzer Vorbereitungszeit mit der Rettung des Beifahrers begonnen werden. Der Angriffstrupp stellte mit Rettungsschere und Spreizer einen Zugang her, durch den wir dann unsere Übungspuppe mithilfe des Spineboards aus dem PKW retten und dem Sanitätsdienst übergeben konnten.

Um die Ausbildung an den Gerätschaften auf eine möglichst breite Basis zu stellen, wechselte nun der Trupp, und Lars und Eddie waren auf der Fahrerseite an der Reihe. Auch sie machten ihre Sache gut und nach kurzer Zeit konnte die Unglücksfahrerin behutsam aus dem Fahrzeugwrack gehoben werden.

Bei der abschließenden Manöverkritik waren alle Teilnehmer voll des Lobes für diese nicht angekündigte Alarmübung. Gerade die Absprachen auf der Anfahrt gestalten sich bei einem „echten“ Alarm natürlich anders, als wenn alle wissen, dass es eine Übung ist. Die Simulation dieser besonderen nervlichen Anspannung ist gestern gut gelungen. [AZ]