Feuerwehr Kirchhorst

18./19.01.2018 – Gut zu tun für die Feuerwehr Kirchhorst

Das Sturmtief Friederike hatte die Wettervorhersage schon Tage zuvor deutlich angesagt, und wir hatten Zeit, uns auf die zu erwartenden Sturmschäden vorzubereiten. Dass uns die Leitstelle aber in der selben Nacht wegen eines brennenden LKW-Anhängers gemeinsam mit den Feuerwehren Altwarmbüchen und Stelle auf die A7 Richtung Hamburg rief, hatten wir nicht erwartet.

Aber der Reihe nach: Beim wöchentlichen Übungsdienst am letzten Mittwoch überprüften wir vorsorglich unsere Motorsägen auf Funktionsfähigkeit. Denn wenn wir für den für Donnerstag angesagten Sturm ein Werkzeug benötigen würden, dann wären es unsere Sägen.

Und tatsächlich wurde es am nächsten Tag kurz nach zwölf in der Region Hannover unruhig. Ab 15:15 Uhr löste die Einsatzleitstelle in Hannover für einzelne Ortswehren der Gemeinde Isernhagen Unwettervoralarm aus. Das bedeutete, dass die Feuerwehr im Gerätehaus Altwarmbüchen eine Einsatzleitung für die Gemeinde Isernhagen aufbaut und besetzt, um die zu erwartenden Sturmschäden zentral zu erfassen, zu ordnen und den einzelnen Ortswehren zur Abarbeitung zuzuweisen. Um 16 Uhr wurde Kirchhorst alarmiert. Unser stellvertretender Ortsbrandmeister Jörg fuhr mit den um diese Zeit verfügbaren Kameraden zum Sammelpunkt nach Altwarmbüchen und erhielt kurz darauf die Lage: „Fichte droht auf Einfamilienhaus zu stürzen“.

Vor Ort ergab die Erkundung, dass der Sturm eine ca. 10 Meter hohe Fichte in Richtung Haus gedrückt und den Wurzelteller gelöst hatte, so dass die Äste zur Windlastreduzierung entfernt werden mussten. Hier konnte nur die Drehleiter aus Altwarmbüchen helfen. Nach einer gewissen Wartezeit – die Kameraden aus Altwarmbüchen hatten ja zeitgleich ähnliche Einsätze – konnte die Situation entschärft werden. Um 20:30 Uhr war für unsere Kräfte der Einsatz beendet.

Aber die Nacht war noch nicht beendet: Freitag morgen um 00:03 Uhr riefen uns Sirenen und Funkalarmempfänger zu einem brennenden LKW-Anhänger auf die A7 Richtung Hamburg. Der Fahrer hatte richtig reagiert, seine Zugmaschine abzukuppeln und in Sicherheit zu bringen. Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Altwarmbüchen und Stelle hatten wir in kurzer Zeit genug Wasser und Kameraden vor Ort, um diesen Entstehungsbrand schnell zu löschen.

Beeindruckend war dabei jedoch, wie viele LKW und Schwerlaster nachts auf der Autobahn trotz unseres blauen und gelben Blitzlichts mit fast ungebremster Autobahn trotz unseres blauen und gelben Blitzlichts mit fast ungebremster Geschwindigkeit an einer Einsatzstelle vorbeidonnern und uns die Arbeit nicht leichter machen! Gegen 02:00 Uhr war alles zurückgebaut und die Polizei und ein Abschlepper kümmerten sich um die Reste des verbrannten Anhängers. Wir konnten wieder nach Haus, diesmal glücklicherweise endgültig in einer ereignisreichen Nacht. [AZ]

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