Feuerwehr Kirchhorst

14.11.2019 – Kleines Dorf, großes Gewerbegebiet…

Mindestens 14 Objekte gibt es in den Kirchhorster Gewerbegebieten, in denen Brandmeldeanlagen (BMA) installiert sind. Diese Einrichtungen sind eindeutig vorteilhaft, ermöglichen sie mit ihren diversen Rauch- oder Brandmeldern doch, dass Feuer möglichst frühzeitig erkannt, gemeldet und bekämpft werden kann. Gerade außerhalb der Arbeitszeiten, wenn kein Personal anwesend ist, sind die Anlagen wichtig.

Um die Informationen, die eine BMA ausspuckt, auch richtig deuten zu können, führte Klaus am heutigen Übungsabend einen theoretischen Unterricht durch. Gerade für die anwesenden Gruppenführer ist diese Auffrischung wichtig: Sie sind es, die im Einsatzfall unter Zeitdruck die Brandmeldezentrale des betroffenen Objekts aufsuchen, die Meldungen interpretieren und die Kiste nach Abschluss aller Maßnahmen auch wieder scharfschalten müssen. Erst wenn klar ist, welcher Melder in dem Objekt ausgelöst hat, können Angriffstrupp und Gruppenführer diesen aufsuchen und feststellen, ob tatsächlich Feuer und Flammen für die Auslösung gesorgt haben. Der ersteintreffende Gruppenführer ist bei einer BMA ganz besonders gefordert und muss entsprechend sein Wissen aktuell halten.

Im laufenden Jahr wurden wir bislang zu neun Brandmelderalarmen gerufen, davon kamen sieben Alarmierungen aus dem Gewerbegebiet Kirchhorst. Das sind fast 30% unserer diesjährigen Einsätze. Daran könnt Ihr erkennen, dass BMA in einem Dorf wie Kirchhorst eine erhebliche Bedeutung für die Ortsfeuerwehr hat. Dass alle neun Einsätze aufgrund technischer Defekte an Meldern oder durch Fehlbedienungen zustande kamen, ist ein zweischneidiges Schwert: Zunächst sind wir natürlich froh, dass weder Menschen zu Schaden kamen noch Sachwerte zerstört wurden. Andererseits bedeutet aber jede Alarmierung, dass ehrenamtlich tätige Männer und Frauen Arbeit, Freizeit oder Schlaf unterbrechen müssen, um auszurücken. Dass einige Einsätze eindeutig auf menschliches Fehlverhalten / Fehlbedienung zurückzuführen sind, ist dann doppelt ärgerlich.

Zusätzlich erarbeiteten wir noch Standardvorgehensweisen, die wir bei den nächsten BMA-Alarmierungen erproben wollen. Diese werden kommen, garantiert. Mit einer letzten Mahnung, trotz der vielen Fehlalarme jede Alarmierung ernst zu nehmen, schloss Klaus diesen lehrreichen und trotzdem unterhaltsamen Übungsdienst. [AZ]

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