01.07.2020 – Es wird wieder geübt

Am 01.07.2020 war es endlich wieder soweit: Unsere Löschfahrzeuge konnten nach einer 3,5 monatigen Pause wieder vor die Fahrzeughalle gefahren werden. Aber nicht, um Reparaturen oder notwendige Wartungsarbeiten vorzunehmen, sondern um einen Übungsdienst durchzuführen.

Die Gemeindefeuerwehr und unser Ortskommando hatten in den letzten Wochen die erforderlichen organisatorischen Vorarbeiten durchgeführt, um auf der Basis eines Hygienekonzepts in kleinen Gruppen den Dienstbetrieb wieder anlaufen zu lassen.

Und irgendwie hielt sich gestern sogar das Wetter an unseren Fahrplan. Denn nachdem es den gesamten Tag geregnet hatte, erstrahlte der Himmel am Abend in schönstem Blau und bot Gelegenheit, den Übungsdienst auf unserem Hof durchzuführen. Natürlich mit ausreichendem Abstand! Unser stellvertretender Ortsbrandmeister Jörg begrüßte zunächst die Teilnehmer und erläuterte notwendige Verhaltensregeln anhand unseres Hygienekonzepts. Alle Feuerwehrleute desinfizierten sich die Hände und rüsteten sich an der Hygienestation mit Einmalmasken und -handschuhen aus.

Nach einer individuellen Kontrolle des eigenen Spinds und der persönlichen Schutzausrüstung ging es auf den Fahrzeughof. Endlich! Während sich Maschinist Stefan zu Ausbilder Peter in das Innere des LF 8 abmeldete, brachte Gruppenführer Maurice den restlichen Einsatzkräften zum Neustart das kleine 1×1 der Feuerwehr näher: Fahrzeug- und Gerätekunde an unserem erstausrückenden Fahrzeug. Ansonsten eher ein Thema, das nicht allzu hohe Begeisterungsstürme bei der Mannschaft hervorruft. Aber gestern war das anders: Alle waren mit Motivation bei der Sache, brachten sich ein und ließen sich auf den aktuellen Stand bringen. Besonders genau erklärte Maurice unsere neue Atemschutznotfalltasche, die die Gemeindefeuerwehr zur Verfügung gestellt hat. Im Vergleich zur alten Tasche wurde der Inhalt auf das Wesentliche reduziert. Das erleichtert den Gebrauch (im hoffentlich niemals eintretenden Ernstfall) und unterstützt uns damit wirkungsvoll in unserer Arbeit.

Der erste Dienstabend seit langem brachte für die anwesenden Feuerwehrleute keine weltbewegenden Neuigkeiten. Wir haben auch keine Riesenübung auf die Beine gestellt, von der alle noch Wochen später erzählen werden. Aber etwas viel wichtigeres ist passiert: Wir haben den Neustart erfolgreich bewältigt! Wir sind wieder da und für alle Kirchhorster sichtbar, wenn sie auf der Steller Straße unterwegs sind. Und vor allem sind wir für uns selber wieder sichtbar. Wir haben einen Plan, und der wird jetzt umgesetzt. Nächste Woche ist die zweite Ausbildungsgruppe unter Gruppenführer Sven dran. Dann haben wir uns auf den 14 – tägigen Rhythmus eingependelt. Und auch da wird alles funktionieren, garantiert! [AZ]